• 3 Posts
  • 103 Comments
Joined 3 years ago
cake
Cake day: July 17th, 2023

help-circle
  • War am Sonntag beim.open House in Zürich. Die Veranstaltung an sich war cool, das findet regelmäßig in verschiedenen Städten im Dach Raum, und sicherlich auch in im Rest Europas, statt. An den entsprechenden Wochenenden werden in vielen Gebäuden & Kultureinrichtungen in der Stadt Besichtigungen angeboten, auch oft Gebäude in die man sonst so nicht reinkommt oder wo man für Führungen für gewöhnlich zahlen muss.

    Die Führungen werden normalerweise von den Architekten der Gebäude durchgeführt, es geht also primär um die Architektur und weniger darum was in den Gebäuden geboten wird. Manchmal gibt es auch keine Führungen, sondern man kann einfach auf eigene Faust das Gebäude/Gelände erkunden. Wir waren z.B. bei der Stadtreinigung, im Freibad, auf der Dachterrasse eines Hochhauses und im Rechberghaus.

    Habe gerade mal die Website rausgesucht, die events gibt es weltweit. Das sind auch nicht alle, in Stuttgart gab es vor kurzem auch eins.

    https://www.openhouseworldwide.org/calendar

    Zürich selbst und die Besichtigungen waren fantastisch, die Bahnfahrt, wie gewohnt, eine absolute Vollkatastrophe. Wir hatten unsere Fahrräder dabei, da unser Zeitplan zu fuß oder mit den Öffis nicht funktioniert hätte. Auf der Hinfahrt hatte der Zug 20min Verspätung und durfte deshalb nicht in die Schweiz weiterfahren. SBB hatte aber zeitnah eine Verbindung von Schaffhausen nach Zürich, die wir einfach nutzen konnten, also alles halb so wild.

    Unser Zug für die Rückreise hatte genau das gleiche Problem, es gab also keinen IC für uns in Zürich. Die SBB hat netterweise einen ersatzzug bereitgestellt, der aber nur bis Schaffhausen gefahren ist. Und statt dass der IC, der da eigentlich jetzt hätte rumstehen müssen, dann weiterfährt nach Stuttgart, fuhr einfach gar nichts. Der nächste Zug nach Stuttgart wäre der nächste IC, die fahren da stündlich. Hätten wir auch in Zürich bleiben können. Aber egal, das ist das kleinste Problem. Wer schonmal ein Fahrrad dabei hatte im IC, der weiß man muss einen Stellplatz reservieren und wenn voll ist, dann ist voll und die Bahn weigert sich dann normalerweise auch die Fahrräder woanders unterzubringen, auch wenn genügend Platz ist.

    Auf dem nächsten Zug waren natürlich alle Fahrradplätze ausgebucht.

    Wir saßen also höchst gestresst am Bahnhof in Schaffhausen, Reisezentrum hatte sonntagabends um 1830 natürlich auch schon zu (ist in Schaffhausen eh noch SBB, ja wie hilfreich die gewesen wären), andere Reisende mit Fahrrad sind mit der S-Bahn nach Singen weitergefahren weil ab dort Regionalzüge fahren für man keine Reservierung braucht. In der Theorie macht das Sinn, aber da der nächste re Richtung Stuttgart um 21:30 gefahren wäre (3h später) und dazwischen noch drei IC fahren sind wir in Schaffhausen geblieben weil wir uns bessere Chancen auf einen Stellplatz ausgerechnet haben.

    Wir haben dann noch mit einer Zugbegleiterin, die als Passagierin in unserem IC mitgefahren ist, gesprochen und die konnte in ihrer App sehen, dass bis Tuttlingen Stellplätze frei sind und dann nur noch einer, deshalb konnten wir in der App auch nichts mehr reservieren. Na toll.

    Der Zug kam dann legendwann. Zu unserer Erleichterung waren auch noch alle Stellplätze frei, wir wussten aber ja dass sich das noch ändern würde. Wir haben unsere Fahrräder da abgestellt und kurz mit der Zugbegleiterin gesprochen, die meinte halt so jaja, kümmern wir uns drum wenn es soweit ist. Wir haben uns dann in der Etage drüber zwei Plätze gesucht und konnten in Singen beobachten wie sie einen unserer mitreisenden die mit der S-Bahn weiter sind wieder weggeschickt haben weil voll. Was eine entspannte Zugreise hätte werden sollen wurde ein Recht stressiges warten darauf, dass die Zugbegleiter kommen und uns auffordern mit den Fahrrädern den Zug zu verlassen oder zum anderen Waggon zu springen weil da eine einzelner frei ist.

    Kam dann zum Glück nie so, irgendwie hat der Platz dann doch gereicht und wir konnten bis zu unserem endhalt durchfahren.

    Am Ende also alles gut gegangen, aber Fahrradmitnahme im Fernverkehr ist und bleibt eine richtige Scheiße. Mit der Regelmäßigkeit mit der die Züge ausfallen sollten sie sich da ein besseres System ausdenken und etwas kulanter sein mit der Unterbringung der Räder.






  • Wird nicht passieren, da für die Endkunden viel zu teuer. Wenn du von hinterdupflingen mit 50 Einwohnern ins 10km entfernte vorderdupflingen mit 1000 Einwohnern zum Einkaufen fahren willst dann muss das Auto erstmal leer zu dir fahren und dann zum Aldi und dann entweder da auf den nächsten Auftrag warten oder zu einem zentralen Punkt leer fahren. Alle Leerfahrten zahlst du als Kunde. Wenn du Glück hast war es gerade in der Nähe, dann wird es etwas günstiger für dich. Aber es wäre sehr zweifelhaft, ob es dann in einem 50 Einwohnern Dorf stehen bleibt und auf den nächsten Kunden wartet.

    50 Einwohner ist natürlich ein Extrembeispiel, aber das Prinzip ist das gleiche, egal ob es 50 oder 200 sind. In kleinen Dörfern werden die Autos nicht auf Kunden warten. Selbst wenn, du hast immer Anfahrten von mehreren Kilometern.

    In der Stadt bleibt das Auto einfach da stehen und 5min später will jemand 200m weiter irgendwo hinfahren. Da hast du viel kürzere Leerfahrten.




  • Aha, verstehe. Deine Aussage

    Wir alle müssen nicht mehr so viel arbeiten. Wer will kann Teilzeit machen, damit lässt es sich - dank Automatisierung - immer noch gut leben

    Beruht also auf der Annahme, dass die Leute trotz all des technologischen Fortschritts, trotz der ganzen Automatisierung noch so leben wie vor 100 Jahren, bevor es die ganze Automatisierung gab. Womit wir wieder beim ursprünglichen Argument wären; Wieso sollte sich die Automatisierung nicht zum Wohle der breiten Bevölkerung auswirken? Warum dürfen nur die Reichen ihren Lebensstandard steigern im Vergleich zu vor 100 Jahren? Warum müssen die armen weiterhin 40+ Stunden schuften um ihren Lebensstandard auch nur minimal zu erhöhen? Alle 2 Jahre mal an den Bodensee fahren ist in meinen Augen schon eine Anpassung an andere Lebensbedingungen.

    Dabei müssen es auch nichtmal deine erwähnten 15 Stunden sein, das wäre schon Luxus. Wenn man von bei 32h in der gut leben könnte würden das auch schon viele machen.









  • Die höchste [Hürde] ist die deutsche Straßenverkehrsordnung, denn dort steht geschrieben, dass die Fahrbahn zwischen den Fahrrad-Schutzstreifen mindestens 4,50 Meter breit sein muss, damit dort zwei Autos aneinander vorbeifahren können.

    Das Bundeskabinett stimmte auch tatsächlich zu, der Bundesrat aber stoppte das Vorhaben. “Offenbar ging es dort manchen zu schnell”, glaubt Follmann.

    Tja, da hat wohl die Autolobby Wind von der ganzen Sache gekriegt. Vielleicht hat er bei der nächsten Regierung mehr Glück. Bin mir nicht sicher wie die AFD zu solchen Dingen steht.

    Zusätzlich zu der Heusenstammer Stecke gebe es bereits elf weitere Pilotstrecken im südhessischen Raum, auf denen das Verkehrsmodell sowohl inner- wie auch außerorts getestet wird

    Außerorts klingt sehr…gewagt. Da würde ich mich als Radfahrer nicht hintrauen. Wenn die Autofahrer mit 70+ da durchfahren und auf meinen Fahrradstreifen ausweichen wenn jemand in ihrer einen Spur entgegenkommt…




  • Also nur um das mal einzuordnen, die Querungsstellen von denen hier die Rede ist sind für Autos. Zu fuß kommt man an vielen Stellen rüber, zumindest ist das bei allen anderen IM Events so, wäre komisch, wenn es hier anders ist.

    Die Restaurants sollten also wegen dem erhöhten Zuschaueraufkommen Gewinn machen und keinen Verlust. Ich habe vor zwei Wochen erst ein Rennen gemacht, da sind die außenbereiche der Restaurants immer voll.

    Ja, für die Anwohner ist es kacke, aber die Strecke steht Monate im Voraus fest, da kann man durchaus drumherum planen. Wenn man an dem Tag aus dem Kurzurlaub zurückkommt, dann plant man das halt so, dass man abends oder früh morgens zurückkommt. Um eine 9h Sperrung lässt sich durchaus drumherum planen.

    Für die Bauern, die ihre Acker Sonntags trotz Verbots bestellen tut es mir natürlich besonders leid.